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Bierwissen

Zum Produkt Bier:

Was ist Bier?
Wir brauchen Cerealien, Hopfen, Wasser und Hefe um dieses alkohol- und kohlensäurehaltige Getränk herzustellen.
Lange Zeit galt es als unschicklich, sich ein Bier zum Essen zu bestellen. Oder gar als Dame ein „Krügerl“ zu ordern. Man sah es dem Kellner förmlich an, dass er ein Glas Wein als passender empfunden hätte. Doch Gott sei Dank hat sich das geändert. Bier ist in, Bier ist Genuss und Bier passt vor allem hervorragend zu jedem Gericht, sogar zu Desserts. Die vielen unterschiedlichen Stile machen es möglich und wir Biertrinker können ebenso an einem Schluck herum philosophieren wie Weinliebhaber, nur haben wir um einiges mehr Spaß dabei 😉

Was ist Malz?
Nur Getreide in den Braukessel zu schütten, würde uns nicht sehr weit bringen. Deshalb ist die Umwandlung zu Malz ein wichtiger Arbeitsschritt, den in Österreich zwei große Firmen übernehmen: Stamag in Wien und Plohberger in Grieskirchen.
Hauptsächlich werden Gerste und Weizen verarbeitet.
Das Getreide wird zum Keimen gebracht und dann getrocknet. Man braucht für 1l Bier etwa 170g Malz. Das entspricht 220g Braugerste.
Wir schütten das Malz in eine Mühle, um die Körner aufzubrechen, erst dann wandern sie in den Braukessel. Die Sortenwahl ist geschmacksentscheidend!

Was ist Hopfen?
Hopfen ist eine Kletterpflanze und äußerst anspruchsvoll. Die „Seele des Bieres“ gibt das Aroma, die Bittere und die Haltbarkeit. Das Geschmacksprofil wird entscheidend beeinflusst.
Für den einfachen Gebrauch wird der Hopfen zu Pellets gepresst und luftdicht verpackt.
Es gibt Bitterstoff- und Aromahopfen. Je nach Typ werden sie zu unterschiedlichen Stadien in den Brauprozess eingebunden. Wenn man ein malzbetontes Bier haben möchte, wird der Hopfen beim Brauen also anders eingesetzt wie bei einem Pils, das typisch bitterer ist.

Schon mal den IBU-Wert auf einer Bierkarte gesehen und nichts damit anfangen können? Es zeigt den Bitterwert im Bier. Ein österreichisches Märzen hat zwischen 18 und 22 IBUs, ein Weizen hingegen nur um die 12.
Grundsätzlich könnte man auch ein Bier mit 100 IBUs herstellen, der Mensch ist aber ab 60 IBUs nicht mehr in der Lage einen noch höheren Bitterwert zu erkennen.

Und, liebe Männer, es werden ausschließlich die weiblichen Dolden des Hopfens verarbeitet 😉

Und das Wasser?
Bier besteht zu etwa 92% aus Wasser. Für das Bärenbräu verwenden wir das Matzner Leitungwasser so wie es ist- also nicht weiter behandelt oder enthärtet. Und genau das macht den einzigartigen Geschmack aus.
Normalerweise hat Brauwasser einen Härtegrad von 2 bis 5°dH. Wir wollten jedoch ausprobieren, welches Produkt entsteht, wenn wir das Wasser aus Matzen so verwenden, wie es ist: und das Ergebnis hat uns begeistert!

Wozu die Hefe?
Um den Zucker in Alkohol umzuwandeln brauchen wir den Hefepilz. Nebenbei entsteht dabei auch gleich noch die Kohlensäure, die das Bier so erfrischend macht.
Wir unterscheiden unter- (z.B. Märzen, Pils, Bock) und obergärige Biere (z.B. Weizen, Ale, Stout).

Was ist Stammwürze?
Die Stammwürze (in Grad Plato gemessen) ist der Anteil der gelösten Stoffe aus Malz und Hopfen vor der Gärung. Dieser Wert ist nicht nur für uns wichtig, sondern auch für das Zollamt. Denn die Stammwürze bestimmt die Höhe der Steuerabgabe.
Um ein Märzen zu produzieren, müssen wir also beim Brauprozess einen Stammwürzegehalt zwischen 11 und 12,5 erreichen. Der Idealwert aller Brauereien ist hierbei 11,9°Plato, da erreicht man das geschmackvollste Ergebnis ohne in die höhere Steuerklasse zu fallen 😉

Das sind die Bierkategorien gemäß Lebensmittelkodex:

Schankbier 9-10,9°P
Vollbier 11-15,9°P
Spezialbier ab 12,5°P
Starkbier über 16°P
Leichtbier nicht mehr als 3,7% Alkohol
Alkoholfreie Biere nicht mehr als 0,5%Alkohol

Die Stammwürze besteht zu einem großem Teil aus Malzzucker, der während der Gärung in Alkohol umgewandelt wird.
Bei der Angabe des Alkoholgehaltes haben Bierbrauer ein wenig Spielraum. Der Wert, der auf der Flasche steht, darf um 0,5% falsch sein. Also kann theoretisch ein Märzen mit einer Angabe von 5% Alkohol eigentlich nur 4,5% oder sogar 5,5% haben.

Welche Biere gibt es so?
Es gibt keine einheitliche weltweit anerkannte Einteilung in Kategorien. Lassen Sie sich also nicht verunsichern, wenn sie im Internet oder Bierbüchern verschiedenste Einteilungen entdecken!
In Österreich gut vertretene Bierstile: Märzen oder Lager, Pils, Spezial oder Export, Stark- oder Bockbier, Weizen oder Weißbier, Zwickl oder Keller- oder Kübelbier, Rauchbier, Roggenbier, Kräuter- oder Gewürzbiere

in Deutschland: Deutsches Märzen (!), Festbier, Schwarzbier, Leipziger Gose, Kristallweizen, Kölsch, Alt, Berliner Weiße

angloamerikanische Bierstile:
→ Pale Ale, Amber Ale, India Pale Ale (IPA), Imperial IPA, Stout, Strong Porter, Porter, Imperial Stout, Barrel Aged Imperial Stout
belgische Bierstile:
Lambic, Geuze, Fruchtlambic, Trappistenbiere, belgische Weißbiere.

Saisonale Bierspezialitäten sind der Renner: Jahrgangsbiere, nach Jahreszeiten (Sommer, Herbstbier), Weihnachts- oder Osterbock, Maibock

Und was trinken wir Österreicher am liebsten?
Das Märzen oder Lagerbier ist der mit Abstand meist getrunkene Bierstil hierzulande. Idealerweise ist es eine Ausgewogenheit von Malz, Hopfen und Alkohol, die uns besticht. Etliche Brauereien präferieren jedoch eine Geschmacksrichtung. So sind hopfenbetontere Biere oft am grünen Etikett erkennbar, malzbetontere am roten.

So genannte „Craft beers“ finden sich immer häufiger auf österreichischen Getänkekarten wieder.
„craft“ bedeutet selbstgemacht, und bezeichnet in der Regel Biere, die von Kleinbrauerein für ihre Region gebraut werden. Der Begriff kommt aus Amerika, wo sich Kleinbrauereien vom damals in den 80er-Jahren erhältlichen „Einheitsbier“ abheben wollten und es regional vermarkteten.
Craft Beer ist also keine Biersorte. Es lebt von experimentierfreudigen Kleinbrauern, die versuchen, außergewöhnliche Biere zu kreieren.

Unser Sortiment

  • Bärenbräu Zwickl vom Fass: frisch vom Fass gezapft ist Bierkultur in ihrer schönsten Form.Was ist ein Zwickl?
    Zwickl, Keller- oder Kübelbier ist genaugenommen kein Bierstil, sondern eine Sammelbezeichnung für unfiltrierte bzw. naturtrübe Biere. Es ist unfiltriert. Durch den Verzicht auf diesen Arbeitsschritt bleiben Eiweiß- und Hefebestandteile im Bier- es bleiben somit auch mehr Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Im Mund ist es vor allem die Cremigkeit, die dieses Bier von der Märzen/Lagersorte unterscheidet.
  • Flasche: Pils, StorchenbräuWas ist ein Pils?
    Ein Pils wird in Österreich als schlankes Vollbier mit höherer Hopfenbittere gebraut, die den Appetit anregt. Passt besonders gut als Aperitif, zu Geflügel oder scharfen Gerichten!
  • Alkoholfrei: Flascher Gösser GoldAlkoholfreies Bier:
    Es geht auch ohne, denn „bleifrei“ wird immer beliebter. Mild und malzbetont präsentiert sich diese Biervariante. Hier wurde beim Brauvorgang der Arbeitsschritt der Gärung entweder gestoppt oder nachträglich entalkoholisiert.
  • Dunkles: Flasche Braunes, StorchenbräuWas ist ein Dunkles?
    Seine Farbe bekommt dieses Vollbier durch dunkles Gerstenmalz, die auch die Aromatik zu etwas Besonderem machen. Hier ist die Nachsüßung mit Zucker in Österreich erlaubt – bei manchen lässt dann ganz klar die Männerschokolade grüßen!
  • Weizen: Flasche Weizen, StorchenbräuWas ist ein Weizen?
    Die Familie der Weißbiere sind obergärige, oft hefetrübe Biere mit einem Weizenanteil von mind. 50%. Weizenbierneulinge werden den Unterschied zu Märzen und Co schon beim hinein Riechen bemerken: sehr fruchtig und bananig in der Nase!

Unser Craft Beer-Sortiment:

Brauküche 35, Schalladorf:
„Weizentanz“
„ Pils Relax“

Brauwerk, Ottakringer Wien:
„Hausmarke 1 Blond“
„Hausmarke 2 Session IPA“
„Hausmarke 3 Porter“
„Hausmarke 4 Flanders Red“